Attendorn, 22. März 2026. Vor dem letzten Spieltag der Verbandsklassensaison 2025/26 am letzten Sonntag, galt es für die Schachfreunde Neuenrade beim Tabellenletzten Attendorn zu gewinnen, sonst war nach 20 Jahren Verbandsklassenzugehörigkeit der Abstieg fällig. Neuenrade hatte als Tabellenneunter 5:11 Mannschaftspunkte und miserable Brettpunkte erreicht. Auf den Plätzen 6 – 8 standen Lennestadt, Meschede 2 und Ruhrspringer 2 mit je 6:10 Punkten und besseren Brettpunkten. Nur mit einem Sieg konnte Neuenrade vorbeiziehen.
Der Mannschaftskampf verlief mehr als spannend. Zunächst schien es für die Neuenrader Gäste gut zu laufen, denn nach Remis von Hans-Peter Schulze und Siegen von Mannschaftsführer Walter Cordes und Ersatzmann Lukas Fuderholz nach frühem Bauerngewinn führte man komfortabel mit 2,5:0,5, zumal Peter Olszewski bereits drei Bauern gewonnen hatte. Doch leider übersah Letzterer eine Mattkombination seines Gegenüber Jochen Wiethoff und es stand nur noch 2,5:1,5.
Anschließend wurde es zäh. Es dauerte fünf Stunden bis zum nächsten Resultat. Am Spitzenbrett hatte Vasileios Lanaras gegen Attendorns Mannschaftsführer Gregor Springob eine Figur gegen vermeintlich vier gewonnene Bauern geopfert. Allerdings gewann er nur drei und stand auf Verlust. Zu seinem Glück fand aber Springob nicht die beste Fortsetzung und vermasselte seine Gewinnstellung ins Remis zum 3:2 für Neuenrade. Das gleiche Ergebnis erzielte anschließend in ausgeglichener Stellung Christian Midderhoff zum 3,5:2,5.
Die letzten beiden Partien rochen nach remis, doch da gewann an Brett 2 Attendorns Oliver Pfeiffer aus dem Nichts eine Qualität und die Gastgeber glichen zum 3,5:3,5 aus. Nun lag es an Rolf Schulte, seine Remisstellung gegen Stefan Kleine in einen Sieg umzumünzen. Das gelang ihm tatsächlich trotz Minusbauern, weil er mit seinem König nach Turmabtausch schneller die gegnerischen Bauern beseitigen konnte als sein Gegner, womit die Gäste ziemlich glücklich 4,5:3,5 gewannen.
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Verbandsklasse Südwestfalen Nord 2025/26 |
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Endstand |
Sp. |
Brettpunkte |
Punkte |
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1. |
SV Turm Hohenlimburg I |
9 |
52:20 |
16:2 |
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2. |
Svgg. Plettenberg I |
9 |
46:26 |
16:2 |
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3. |
Kspr. Hagen/Wetter I |
9 |
43,5:28,5 |
11:7 |
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4. |
SV Hemer II |
9 |
33,5:37,5 |
9:9 |
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5. |
SV Meschede II |
9 |
38:34 |
8:10 |
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6. |
SV Letmathe II |
9 |
36:38 |
8:10 |
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7. |
SF Lennestadt-Meggen I |
9 |
34:38 |
8:10 |
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8. |
SF Neuenrade I |
9 |
27:45 |
7:11 |
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9. |
SV Ruhrspringer II |
9 |
29,5:32,5 |
6:12 |
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10. |
SF Attendorn I |
9 |
20.5:51,5 |
1:17 |
Der letztjährige Absteiger Hohenlimburg steigt wieder in die Verbandsliga auf. Kurios, dass Attendorn den einzigen Punkt ausgerechnet gegen den Ersten geholt hat. Neuenrade konnte sich nur aufgrund der Niederlage von Ruhrspringer II gegen Hohenlimburg auf Platz 8 verbessern, weil Meschede II in Hagen gewann und Lennestadt gegen Letmathe II.
Ob auch noch Neuenrade neben Ruhrspringer II und Attendorn absteigen muss, steht noch nicht fest. Erst im Mai entscheidet sich, ob Meschede I sich in der NRW-Klasse hält. Falls nicht, müssen die heimischen Schachfreunde einen Stichkampf gegen Platz 8 der Verbandsklasse Süd. SF Hellertal II, absolvieren.